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Open-Air Gottesdienst in Horb Mühlen

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Jul 242018
 

Open Air Jugendgottesdienst in Horb Mühlen

Am Sonntag den 22.07.2018 hielt Bezirksältester von Bank einen Open Air Gottesdienst in Horb Mühlen für die Jugendlichen aus dem Bezirk Tübingen.

Als Grundlage diente ein Wort aus Psalm 73, Vers 23 in dem wie folgt heißt:

„Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.“

 Zu Beginn seines Dienens stellte der Bezirksälteste die Frage: „Warum veranstalten wir eigentlich einen Open Air Gottesdienst?“  Und er gab den Jugendlichen auch gleich die Antwort: „Nicht aus der Not heraus, sondern um ein schönes Erleben gemeinsam zu haben.“

Außerdem zeigt so eine Veranstaltung, dass ein Kirchengebäude nicht unbedingt notwendig ist um einen Gottesdienst abzuhalten.

Schon der Sohn Gottes predigte selten im Tempel, die meisten seiner Predigten die wir in der Bibel finden, fanden in der Natur statt (Beispiel die Bergpredigt).

Und auch heute noch treffen sich in Afrika viele Gemeinden unter freiem Himmel um Gottesdienst zu feiern.

Denn das Wichtigste ist die Zusage  Jesu: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus 18, 20).

Der Bezirksälteste schloss seine Ausführung mit der Bemerkung, der Gottesdienst ist der gleiche, nur der Ort ist eben ein anderer.

Das Textwort welches dem Jugendgottesdienst zu Grunde lag stammt vom Psalmisten Asaf.

Er beschäftigte sich in seinem Psalm mit den Gottlosen (die Menschen die gar nicht nach Gott fragen).

Seine bekannteste Aussage steht gleich zu Beginn des Psalms: „Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten.  Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen, da ich sah, dass es den Frevlern so gut ging“ (Psalm 73, 2 f.).

Auch heute kennen wir viele Menschen die nicht an Gott glauben, und die trotzdem erfolgreich, beliebt, anerkannt und wohlhabend sind.

Und auf der anderen Seite sind gläubige Gotteskinder aus unserem Umfeld, die krank sind, arbeitslos, Probleme in der Partnerschaft oder der Familie haben.

Wenn wir noch weiter schauen, jenseits von Europa haben die Menschen mit Kriegen, Hungersnöten, Verfolgungen und Krankheiten zu kämpfen und auch unter ihnen sind viele sehr gläubige Menschen.

Der Älteste versuchte den Jugendlichen zu verdeutlichen, dass wir es im Gegensatz zu diesen Menschen hier in Europa mit „Hochkultursorgen“ zu tun haben. Da wir aber eben in Europa leben sind auch diese Sorgen ernst zu nehmen, aber wir müssen trotzdem unseren Blick weiten.

Zur Verdeutlichung erzählte er von seinem Nachbarn, der gerade ein altes Haus renoviert und mit der Verlegung der Dachziegel nicht zufrieden war, als dieser Mann abends im Fernsehen gesehen hat, dass sehr viele Menschen überhaupt kein Dach über dem Kopf haben, wäre ihm bewusst geworden wie zufrieden er mit seinen Problemen sein kann.

Der Bezirksälteste sprach davon, dass unser Verhältnis zu Gott oft durch eine „Schieflage“ zur Herausforderung werden kann.

Auf der einen Seite ist Jesus unser „Freund“ und ein Freund kommt schon im Irdischen in einer Notsituation und fragt ob er helfen kann, aber auf der anderen Seite tut Jesus scheinbar nichts um uns zu helfen. Das kann uns in Zweifel stürzen und die Frage aufwerfen: „Liebt er mich überhaupt? Ist er wirklich allmächtig?“

Es gibt keine konkrete Antwort auf diese Frage, aber die Aussage Jesu: „Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach“ (Lukas 9, 23).

Jesus hat schon zur damaligen Zeit seinen Jüngern keinen irdischen Wohlstand versprochen,.

Wir Menschen neigen bei allem was wir tun danach zu fragen, was wir davon haben.

Schon Petrus sagte zu Jesus:  „Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür?“ (Matthäus 19, 27).

Die Antwort Jesu darauf ist eindeutig und galt nicht nur den Jüngern damals, sondern auch uns heute noch: „Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Ihr, die ihr mir seid nachgefolgt, werdet in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Stühlen und richten die zwölf Geschlechter Israels“ (Matthäus 19, 28).

Klaus von Bank stellte den Jugendlichen die Frage, was ist unsere Motivation zur Nachfolge?

Eine menschliche sprich irdische Motivation allein reicht nicht, es muss die Liebe sein.

Wir sollen keine Bedingungen an unsere Nachfolge knüpfen, eine Botschaft die auch unser Stammapostel in seinen letzten Gottesdiensten immer wieder deutlich gemacht hat.

Die Worte des Psalmisten sollen uns trösten und stärken, denn wie heißt es im zweiten Teil des Verses: „Denn du hältst mich bei meiner rechten Hand“ (Psalm 73, 23).

Und wenn Gott uns führt, dann fühlen wir uns sicher und geborgen.

Die beiden mitdienenden Brüder (Hirte Bayer und Priester Kienle) gingen noch näher auf folgende Punkte ein:

  • „Menschen machen Häuser und Häuser machen Menschen“ (Albert Schweizer), was ist unser persönliches Glaubensgebäude? Ist es klein, dunkel und niedrig, weil die Dinge nicht so laufen wie wir uns das vorgestellt haben?!
  • Nehmen wir diesen Open Air Gottesdienst und sprengen wir das Dach unseres Glaubensgebäudes um zu erkennen, dass das ewige Leben auf uns wartet.
  • Wie schon die Männer in der Bibel, die das Dach abgedeckt haben um den Gelähmten zu Jesus bringen zu können (vgl. Markus 2, 1-12).
  • Heutzutage gibt es ganze Branchen die sich mit Profit beschäftigen, unter anderem auch mit der kapitalen Lebensversicherung.
  • Fragen wir auch im Glauben nach unserem Profit wenn wir etwas tun, zum Beispiel in der Jugendarbeit? Ist uns die Gemeinschaft mit den anderen Jugendlichen nicht „Lohn“ genug? Aber wir müssen eben auch etwas dafür tun, damit wir uns wohl fühlen können und den „Lohn“ erhalten, nämlich uns einbringen.
  • Wenn wir heute nur ein kleines bisschen von dem sehen könnten was wir in der Herrlichkeit erleben werden, dann würde uns die Entscheidung leicht fallen. Doch Gott versucht schon heute uns zu sagen: „Mach mit, es lohnt sich.“

Nach dem Gottesdienst wurde der Gottesdienstraum (der aufgrund der Wettervorhersage nicht ganz so „open air“ war wie eigentlich geplant) mit wenigen Handgriffen und unter tatkräftiger Unterstützung aller zu einer kleiner „Gaststube“  verwandelt, in der es neben den mitgebrachten Salaten und Nachtischen der Jugendlichen viele rote und weiße Würstchen vom Grill gab.

Während die eine Hälfte der Jugendlichen schon mit dem Essen anfing, wurden auf dem nahegelegenen Fußballfeld zwei große Flächen, die die Form zwei ineinandergreifender Hände darstellten, abgesteckt.

Dieses Symbol ist das Motto des internationalen Jugendtages der 2019 in Düsseldorf stattfinden wird.

Als kleiner Verdauungsspaziergang zwischen der ersten und der zweiten Wurst machten sich alle Anwesenden auf, um die beiden Hände mit Leben zu füllen, sprich sich in den abgesteckten Flächen aufzustellen und einer am Himmel schwebenden Drohne zuzuwinken.

Das daraus entstandene Bild, wurde später  in den sozialen Netzwerken gepostet um zu zeigen, dass die Tübinger Jugend mit am Start ist wenn es 2019 in Düsseldorf heißt: „Hier bin ich!“ (Motto des IJT)

Die Jugend bedankt sich ganz herzlich beim Orga-Team und allen helfenden Händen, die diesen besonderen Gottesdienst und das anschließende Zusammensein erst ermöglicht haben.

 Posted by at 21:56

Jugendgottesdienst am 14.01.2018

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Jan 282018
 

Am 14.01.2018 trafen sich die Jugendlichen der Kerngruppe, bestehend aus den Bezirken Albstadt, Tuttlingen, Schwenningen und Tübingen, in der Kirche in Herrenberg zum ersten Jugendgottesdienst des Jahres.

Bezirksältester Klaus von Bank legte dem Gottesdienst ein Textwort aus Apostelgeschichte 4, Vers 12 zugrunde: „Und in keinem andern ist Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“

Einen ausführlichen Bericht zum Inhalt des Gottesdienstes könnt ihr auf folgender Seite nachlesen: https://www.nak-tuebingen.de/dbc/705021/123605/Sonntag-14.-Januar-Nach-Herrenberg-kommen-Jugendliche-der-Bezirke-Albstadt-Tuebingen-Tuttlingen-und-Villingen-Schwenningen-zum-Kick-off-Gottesdienst-2018-unter-der-Leitung-von-Bezirksvorsteher-Klaus-von-Bank.

Die Redaktion wünscht allen Jugendlichen an dieser Stelle ein gesegnetes und ereignisreiches Jahr 2018.

Und wir freuen uns auf viele spannende Begegnungen mit euch.

 

 

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Jugendgottesdienst mit unserem Bischof in Dornhan

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Okt 222017
 

Jugendgottesdienst mit Bischof Heiniger in Dornhan

Am Sonntag den 15.10.2017 hielt Bischof Heiniger in Dornhan einen Jugendgottesdienst für die Bezirke Albstadt, Dornhan, Freudenstadt, Nagold, Tübingen, Tuttlingen und Villingen-Schwenningen.

Als Grundlage diente ein Wort aus dem 1. Timotheus 6, 9-10 in dem wie folgt heißt: „ Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schändliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerz.“

Zu Beginn seines Dienens ging der Bischof  auf eine Aussage des Chorliedes ein in dem es heißt: „Auf dich, o Herr, vertrauet meine Seele in Ewigkeit“ (vgl. CM 154). Der Bischof stellte die Frage in den Raum, „Wie viel traust du dem himmlischen Vater zu?“ Wir sehen Dinge die auf dieser Erde geschehen, wo wir uns denken, da könnte Gott doch jetzt eingreifen. Der Bischof griff zur Verdeutlichung das Beispiel  der Gefangennahme Jesu im Garten Gethsemane, aus der heiligen Schrift auf. Denn Jesus zeigte Petrus ganz klar auf, dass wenn Gott es nicht zugelassen hätte, dass er gefangengenommen wird, würde er Heere von Engeln schicken die eingreifen würden. „Also lasst uns Gott vertrauen. Denn unser himmlischer Vater kann alles, will aber nicht alles ändern. Nur das was uns längerfristig zur Seligkeit dient“, so der Bischof.

Das Wort aus dem 1. Timotheus Brief weist uns klar darauf hin, den Nächsten nicht nach seinem Reichtum zu beurteilen.

Trotzdem soll die jeweilige Gesellschaftsordnung nicht aus ihren Angeln gehoben werden, sprich für die damalige Zeit, nicht alle Sklaven sollten plötzlich frei sein. Aber es geht darum, auf das wesentliche zu achten.

Wenn wir auf unsere heutige Gesellschaft blicken, dann sehen wir, dass Macht und Reichtum erstrebenswerte Güter sind. Der Bischof stellte an die Jungend die Frage, nach welchen Kriterien sie ihren Beruf oder ihr Studium wählen? Streben wir einem möglichst lukrativen Gehalt entgegen oder berücksichtigen wir bei unserer Wahl auch die Gaben die Gott uns geschenkt hat?!

Der Bischof mahnte die Jugend sich nicht vom irdischen Reichtum blenden zu lassen und auf unsere Motivation zu achten, treibt uns die Habgier nicht manches Mal an?

Als Beispiel griff er wieder auf eine biblische Begebenheit zurück. Abraham und Lot hatten beide einen immer größer werdenden Reichtum. Dadurch entstand Streit zwischen den beiden Gruppen. Lot wurde durch Begierde und Habgier gelenkt, alles andere hatte er ausgeblendet. Selbst Abrahams Bitte an Gott Lot zu helfen kam zu spät. Lots Habgier nach Reichtum und Macht war schon zu groß, er hat das Vertrauen zu Gott vergessen. Die Folgen für ihn waren verheerend.

Auch für uns heute gilt, treffen wir unsere Entscheidungen mit dem himmlischen Vater? Oder denken wir, dass wir das jetzt aus eigener Kraft schaffen müssen? Der Bischof erinnerte die Jugend daran, dass wenn wir Gott vertrauen, dann fällt uns das Irdische zu (vgl. Matthäus 6,33).

Reichtum in der heutigen Zeit ist nicht immer nur durch Geld gekennzeichnet, sondern auch von Marken und Statussymbolen.

Aber der Bischof zeigte auch auf, dass es ganz normal ist, dass wir unseren Lebensstandard verbessern wollen.

Um die (Geld-)gier davon abgrenzen zu können, gab er der Jugend ein paar charakteristische Züge der Gier an die Hand:

  • Sich auf Kosten anderer bereichern wollen , sprichwörtlich „über Leichen gehen“
  • Das Empfinden verspüren, wenn wir viel Geld haben sind wir frei und können machen was wir wollen
  • Zuerst an sich selbst zu denken, „Dient mir das zum Vorteil?“ , gerade in der heutigen Zeit ist Egoismus ein großes Thema

In diesem Zusammenhang wies der Bischof noch darauf hin, dass ein Opfer immer eine innere Überwindung und keine Berechnung voraussetzt, ansonsten ist es eine Spende und kein Opfer.

Die mitdienenden Brüder gingen noch auf folgende Punkte näher ein:

  • „Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist so geschickt zum zahlen“, Geld wird auch oft als Kapital bezeichnet. Unser größtes Kapital das Gott uns geschenkt hat, ist die Zeit. Wie gehen wir mit diesem Kapital um? Nutzen wir es nur für unsere irdischen Belangen oder setzten wir es auch für unser ewiges Leben ein? Denn „neun gesegnete Euros sind mehr wert als zehn ungesegnete“ (vgl. Aussage von Apostel Studer).
  • Die Gesellschaft strebt immer höher/schneller/weiter an – die Sänger haben das Gegenteil betont „mach mich reiner immer kleiner“ (CM 238). Was streben wir an, und wie zufrieden sind wir im Leben, denn mit Gier im Herzen kann man nicht zufrieden sein.
  • Ohne Gottvertrauen geht gar nichts, man hat vielleicht Erfolg im irdischen Leben, aber wir haben ja noch ein anderes Ziel. Unser Reichtum sind Glaubenserlebnisse und Frieden im Herzen, und nur Gottvertrauen schafft beides. Auch das Beispiel vom reichen Kornbauern bestätigt das, was war denn sein Fehler? Nicht sein Reichtum, sondern dass er vergessen hat, woher dieser Reichtum kommt. Wir dürfen die Dankbarkeit nicht vergessen.
  • Wenn man reich ist, will man immer noch reicher werden. Wir sollen in der Liebe reicher werden und danach streben diesen Reichtum zu vermehren. Denn wer Liebe im Herzen hat der empfindet kein Neid.

Vor dem Heiligen Abendmahl ging der Bischof nochmal auf den letzten Punkt des Bruders ein, die Liebe ist unser Kapital. Und aus Liebe zu uns, hat sich Gottes Sohn geopfert. Liebe ist eben nicht nur in Worten, sondern vor allem in der Tat zu finden.

Wenn wir unser Kapital einsetzen und Nächstenliebe üben, dann werden wir den größten Reichtum bekommen den diese Welt zu bieten hat, Frieden.

Und die Kraft das in die Tat umzusetzen, die schenkt uns Gott, wie der Chor in seinem Schlusslied bekräftigt.

„Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft“ (CM 163)

 Posted by at 12:09